existenz

Montag, 21. Mai 2007

TV Tipp Heute

Philosophie in 3 Sat, 22:25:
Der freie Wille ist nur ein gutes Gefühl
mit Wolf Singer.

Beschreibung von 3sat.de

"Hirnforscher proben den Umsturz des Menschenbildes: Sie behaupten, unsere Willensfreiheit sei reine Einbildung und unser Denken nichts als ein Spiel der Neuronen. Der Widerstand gegen so viel Entmündigung ist groß. Denn: Was bleibt dann noch von Gut und Böse, von Schuld und Verantwortung, von Liebe, Gewissen und Gott?
Über diese und andere Fragen diskutiert Heinz Nußbaumer mit seinen Gästen."

Freitag, 11. Mai 2007

Das Leben ist ein Milchprodukt

Ich treib mich seit einiger Zeit auf diversen InternetKontaktSeiten rum, davon abgesehen das es funktioniert, hab ich mir angewöhnt etwas zu reimen. Das machen viele dort so. Viel wirklich traurige Sachen dabei. Doch Sachsenpaule wäre nicht Sachsenpaule wenn er nicht Blödsinn mit Tiefsinn, oder Blödsinn mit Schwachsinn verknüpfen würde. Entscheidet selbst:

Gemüsetheke, Supermarkt,
nehm ich nun Yoghurt oder Quark?
Wie mit dem Essen tief verbunden,
sind manch Gefühle schwer gefunden.
Ob nun fruchtig oder rein,
was will ich in mein Leben sein?

Vielleicht ist´s Leben ´ne Therapie,
manche lernen´s, manche nie.
Doch egal wie angeguckt,
es ist und bleibt ein Milchprodukt.

Montag, 24. Juli 2006

Spruch des Tages

"Ich war früher einmal Atheist, bis ich merkte das ich nichts mehr rufen konnte wenn mir einer geblasen wurd. "Oh willkürlicher Zufall! Oh willkürlicher Zufall!" Das machts einfach nicht...
Robert Anton Wilson wikiquote

Sonntag, 11. Juni 2006

Angst

Angst ist der schlechteste Trip.
Terrorismus? Angst das das eigene Territorium durch andere ersetzt wird.
Morde? Angst vor Verfolgung und noch mehr Schmerz.
Gier? Angst das einem jemand zuvorkommt "Irgendeiner wirds sowieso machen" ist ihre Philosophie.
Staat? Angst ums Territorium, Militär und Polizei sind die Mittel des Staates, Regierungen sind durchs Internet überflüssig geworden. Wir könnten alles Online, jede Gemeinde für sich, abstimmen. Doch es geht um Schutz, Recht und Ordnung.

Die Einwanderungsdebattenaller Länder sind ein Versuch den Genpool zu schützen.
Jeder ist Rassist und der Weisse profitiert davon, so wie der Mann in der Führungsetagen profitiert, Political Correctness ist dämlich weil sie nichts ändert.
Tausch ein Wort gegens andere aus, im Gedanken denken sie doch alle "Nigger", "Schlampe" usw.
Das -schwarze- Schaf, derjenige der den Blödsinn macht, die Herde gefährdet, alle sind weiss, nur das schwarze Schaf ist sichtbar böse.

All unsere Probleme entstehen durch Angst, nicht die Angst die ein Mensch bei vorgehaltener Waffe empfindet, sonder die Form die aus den Waffenträger ebend solchen gemacht hat.

Dienstag, 13. Dezember 2005

Wer war ich?

"Paul Gilmore, Peter hat immer gesagt er soll gehen das Wetter sei nicht gut für seine Knochen"

Wer war ich ist eine Fox Sendung in der Personen mit Hypnotherapie (schwieeeeriges Thema, grade was die Suggestionen angeht) Erinnerungen an ein mögliches vergangenes Leben schildern.
Diesen Hinweisen, meist recht vagen (ein Ortsname, die Form der Relieffiguren an den Häusern, das Licht was durch ein Kirchenfenster fällt etc) und manchmal erstaunlich genauen, wird dann nachgegangen.

Als halbwegs Wissenschaftlich denkender Mensch lehne ich derartige (vage!) Schilderungen ab, sie sind zu weitläufig, keine Beweise, und was die genauen Bezeichnungen angeht: Es ist das Fernsehen, wir wissen nicht was passiert wenn die Kamera ausgeht.
Und philosophisch würde ich sagen: Thema verfehlt.

Und doch:
Wäre es nicht absurd wenn dies die Wahrheit wäre? Und wäre es nicht noch viel komischer wenn Sätze wie "Paul Gilmore, Peter hat immer gesagt er soll gehen das Wetter sei nicht gut für seine Knochen" das einzige wären was übrigbleibt aus einem Leben?

Donnerstag, 3. November 2005

Alles schön steril, 2, reloaded

Ämter gleichen eines Spinennetzes, einmal drin kommt man so bald nicht los und so begab es sich das ich heute wieder hin musste.
Eine andere Etage, in einen GROSSEN Warteraum.
Ich weiss nicht was mich an dem Besuch heute mehr schockierte:
Die Tatsache das meine Scherze, mein Smalltalk heute völlig an dem MitarbeitER vorbeigang oder das meine Feststellung das alle dort sich schleunigst einweisen lassen sollten.

Der Mitarbeiter war ein, wie mir schien, recht depressiver Mann, die Mundwinkel waren nach unten gezogen und dabei völlig entspannt, sein normaler Gesichtsausdruck. Die Persönlichkeit dieses Büros bestand in einem Photo seines Sohnes und einem Star-Trek Aufkleber auf einer Tasse. Sie taten mir leid, beide, denn obwohl ich weiss das manche Menschen NACH der Arbeit wie verwandelt sein können so ist es mir auch klar das derartiger Frust nicht einfach Zuhause
abgestellt wird.
Generell ist mir bei allen Institutionen die ich besuchte aufgefallen das MitarbeitER unfreundlicher und maschinenhafter sind. "Konzentrieren wir uns aufs Wesentliche" könnte ihr Motto sein. Das Wesentliche ist gut und wichtig, und alleine langweilig.

Die 2 Stunden Warten waren für mich angenehm und vergingen wie im Flug, zum einen gab es das Kino was ich bereits gestern beschrieb draussen und das Kopfkino drinnen.
Ich hab 5 Zettel vollgekritzelt und aus einer Strassenkarte durch Falten entlang der Strassen ein Relief gemacht und sogar eines dieser coolen Schiffchen hingekriegt.
Ich denke die Umgebung wirkt doch viel weniger auf uns ein als unsere eigene Einstellung dazu.
Mit Schrecken stellte ich die nervösen Bewegungen, das alle paar Sekunden den Kopf bewegen (wie beim TV, es flackert so schön) und nutzloses Beschäftigtsein durch das Lesen belangloser Informationsblätter fest.
Es ist ein Schock mitzukriegen das die meisten Menschen nicht in der Lage sind sich alleine zu beschäftigen, denn wer die Zeit auf einem Amt nicht richtig nutzen kann wird nichts richtig nutzen können.
Wie soll man Deutschland sein wenn man sich noch nicht einmal in der Lage ist sich ohne Berieselung die Zeit zu vertreiben?

Mittwoch, 2. November 2005

Alles schön steril.

Entgegen langläufiger Meinung ist der Gang zu einem Amt sehr unterhaltsam.
Die Wände tragen in ihrer geschmacksneutralen Farbgebung ebendso zur allgemeinen Langweile bei wie das 10 Jahre alte Modell der Stadt vor dem Warteraum.
Schweigend ziehen Kunden ihre Nummern aus dem Automaten und starren die bizarre, halbvertrockneten Versuche an etwas Leben in das Gebäude zu bringen.
Hin und wieder verlässt jemand das Massenabfertigungssprechzimmer und genau halb so oft geht jemand rein.

Der kleine Matthias besabbert die Karte seiner Mutter "Lass das, du weisst nicht ob das giftig ist" sagt sie.
Wie recht sie hat, irgendwie ist hier alles giftig.
Hin und wieder gehen Mitarbeiter vorbei die auf den ersten Blick alle eines gemein haben:
Sie haben alle fette Ärsche.
Und obwohl das bei manchen gar nicht so schlecht aussieht turnt der typisch stelzende Arsch-nach-oben Bürogang sehr ab. (Arsch zukneifen, nur nichts rauslassen denkt mein psychologischer Teil, der kindliche amüsiert sich derweil über die Cartoonhaftigkeit dieses Aussehens).

Aufgerufen folgt der Gang ins Büro zu einer hübschen Mitarbeiterin.
Ich denke an Star Wars, als Luke in Leias Zelle geht in voller Montur und sie ihn fragt "So Jung und schon bei den Sturmtruppen?"
"So Jung und schon beim Amt" will ich fragen, lasse es aber
und überlasse die Situation erstmal einem maschinenhaften Austauschen von Informationen und der obligatorische Gang der Mitarbeiterin zum Kalender (der wird das Warten auf das Arbeitsende erleichtern wird sie denken).
Einige direkt an sie gerichtete Sätze und einige Witze lassen sie dankbar lachen.
Es ist gar nicht so wichtig was, hauptsache etwas was nicht direkt zum Beruf gehört. (Wenn man ständig in eine Waschmaschine schaut freut man sich immer wenn man irgendwas sieht was nicht zum Einheitsbrei gehört).

Wir reden noch kurz über die biometrischen Pässe und beim rausgehen sage ich "Hey, man darf nicht mehr lächeln auf den Photos, das ist verrückt, nicht?"
"Ja klar, gibt ja auch nichts mehr zu lachen hahahaha"
Das galgenhumorartige Gegrinse verfolgt mich beim laufen und denken durch die Stadt.
Am Theater haben sie die Bäume unter Polizeischutz abgerissen, ich erinnere mich noch an die Demos. Idioten dachte ich, beide Seiten.
Es sieht hässlich aus, die schöne Architektur wird durch die nunmehr hässliche Umgebung zunichte gemacht.

Ein Grafitti steht an der Wand (Und ich Idiot habe keine Kamera, oder Handy dabei.), ein Motto unserer Zeit denke ich, ein Satz der nicht nur für die Stelle sondern allgemein zutrifft, Auf jedes verklämmte lächeln, jede fehlende Emotion und Anteilnahme, jedes geschlender durch die Stadt ohne die Umgebung mitzukriegen:
Alles ist so schön steril.

Donnerstag, 25. August 2005

Mal was Gefühlvolles

Nachdem ich den ersten Star Trek Film (den ich nicht einmal soo gut finde) heute auf Kabel 1 sah, und durch die Wohnung irrte (ich rauche nicht in meinem Zimmer):

Was bedeutet das ganze angesichts der unglaublichen, tollen, Sachen die wir im Weltraum entdecken können?
Evolution ist nicht plan oder Ziellos und all unsere menschlichen Probleme, all die Nachrichten, sind nur Teil unserer DNS.
Angesicht der vielen wissenschaftlichen Herausforderungen die sich die Menschheit in der Zukunft stellen muß ist es doch ziemlich lustig zu lesen was so "bedeutende" Personen wie Köhler, Schröder oder Merkel zu sagen haben.
Sie haben nichts zu sagen, nichts woran wir glauben können...

Politik ist Tod, und sie hat unsere Aufmerksamkeit nicht verdient, denn ohne Visionen, ohne Hoffnungen und Träume ist unser Alltag bedeutunglos.
Hier versagt die Politik, und hier fängt die Religion an.


All unsere kulturellen Errungenschaften, die die Massen so begeistern, kommen mir schrecklich banal vor wenn ich mir die Wunder des Universums, den Sonnenaufgang und den Mond in der Nacht vorstelle. All das Angegebe, all das "pimpin" unseres Besitzes, all die Spiele hinterlassen doch nichts, außer das wir unseren Kindern zeigen können was wir doch tolles erworben haben.

Es bleibt die Gewissheit das dies alles doch notwendig ist, ebendso wie die Gewissheit das all das was ich mir wünsche, wenn ich damit aufgewachsen wäre, doch ziemlich normal wäre.

All unsere Religion baut darauf auf, was wir hinterlassen.
Ist es wichtiger das zu erhalten woran wir glauben als das was wir wollen?

Unser Gott ist die Technik, unser Glaube die Wissenschaft.
Wir setzen kein Vertrauen in Taube oder Jungfrau.
Unsere Methode ist Wissenschaft, unser Ziel ist Religion"

Aleister Crowley

Mittwoch, 24. August 2005

Jahreszeiten, Partys, und das Leben (reloaded: mit Elementen)


Die verschiedenen Jahrreszeiten sind wie unterschiedliche Partys.
Außerdem ähneln sie der Entwicklung eines Menschen, und der ganzen Gesellschaft...
Toll, nicht?

Der Frühling ist die Singlebörsenparty, mit zwitschernd, fröhlicher Musik und mehr Gegrinse als sonst. Den Regen, oder auch die Tollpatschigkeit des Gegenübers verzeiht man (es sind ja die Hormone..). Der Frühling ist die Zeit wo man "die Sonne reinlassen will" und das Fenster aufreisst. Der Zeit zum Vögel entdecken und staunen wie ein kleines Kind. Neanderthaler entdecken das Feuer und allerlei andere Technologien. Wasser - das Baby im Bauch, loser Zusammenhalt von Kulturen und Gedanken.

Der Sommer bringt DIE Party, alle sind da, springen ins Wasser und drehen die Musik auf, es ist eine laute und grelle Zeit. Als Teenager drehst du die Musik auf und präsentierst dich, laut und grell.
Die Wirtschaft blüht, genau wie alles andere, es wird entwickelt und erfunden und nicht immer ist das ganze erwünscht. Die Zeit der Seefahrten, der Wissenschaft, das Mittelalter. Die Barocken, auffälligen Kostüme der Oberschicht erinnern an Pfaus. Feuer - heiss und Aufregend, die Hämmer in den Schmieden, das Feuer unter den Kolben der Wissenschaftler.

Herbst ist die Tupperwareparty, wie verschließe ich meine gebunkerte Nahrung. Es ist an der Zeit Pilze, genau wie Feuerholz, zu sammeln. Der Herbst ist die Sammelzeit. Als Erwachsener fängst du an Freunde, Geld, und Erfahrungen zu sammeln. Du weisst was du brauchst...und stellst die Musik etwas leiser.
"Volk braucht Raum" ist die Ideologie diese Zeitalters,
2 Weltkriege werden um Land und Ressourcen geführt.
Die USA dehnen ihren Einflussbereich aus.
Es geht um das was man hat, und dessen Schutz. Die Zeit der Patente und der Sicherungen. JETZT. Erde - Schutz der Nahrung durch eingraben, die Grenzlinien verlaufen auf der Erde.

Der Winter ist die Privatparty, man trifft sich und resümiert über das Jahr, die Entdeckungen, Partys, und das Gesammelte.
Als Mensch kannst du eingehen und versteinern, wie eine Pflanze im Eis, oder du kehrst zurück und tust all das was du als Kind tun wolltest. Nun hast du genug Zeit, oder Geld, all das zu tun.
Philosophie und Zeit für Hedonismus, bis die nächste Stufe erreicht ist. Luft - vom Wind treiben lassen oder steuern, der Himmel ist das Ziel.

Zugegeben, daraus könnte man noch viel machen..doch nicht jetzt, gute Nacht.
Danke an Chaetzle für Die Inspiration.

edit, 31ter August, 14:24: Bei Eskorte fragile gibt es einen weiteren guten Beitrag zu den 4er Analogien, Thema: Sex.

Dienstag, 16. August 2005

Buddhas Leben


buddha statue

Der Führer der ersten Weltreligion wuchs 500 jahre vor Christus in Bangladesh oder Nepal auf.
Für Nepal spricht ein Stück bemaltes Ton welches in den Ruinen einer altertümlichen Hütte unter der Erde gefunden wurde, der Palast an sich existiert nicht mehr.

Die Existenz Buddhas gilt durch einen Stein mit seinem Namen oben, und welcher das entsprechende Alter hat bewiesen.
Schon die Geburt zeigt Parallelen zur Jesus Geschichte:
Am Tag vor seiner Geburt hatte seine Mutter einen Traum in dem sie von 4 Männern auf einer Trage getragen wurde und plötzlich einen weissen Elephanten mit einer Lotusblüte im Mund sieht.
(Vielleicht ist das der Grund für die Elephantenverehrung im
benachbarten Indien...)
Die Parallele zur Jesusgeschichte ist das sich in beiden Fällen "unsichtbare Mächte" zu erkennen geben um zu zeigen das bald etwas besonderes geschehen wird.
Buddhas Mutter starb einige Tag nach seiner Geburt und sein Vater, Herrscher der ersten Stadt Indiens (oder Nepals), rief einen Weisen, einen Wahrsager, Orakel oder was auch immer, zu sich um seinen Sohn zu begutachten.
Dieser sagte ihm das der junge Siddhartha Gautama (dies war sein Name) alle 36 (?) Zeichen zeigt die aus ihm entweder einen großen Herrscher oder einen großen religiösen Führer machen sollten.

Von der Tatsache das sich jeder Vater wünscht das sein Sohn in seine Fußstapfen tritt einmal abgesehen forderte die Religion von ihm das er ein großer Herrscher würde, und so hielt sein Vater alles Religiöse sowie alles Leid, was als ein Ursprung der Religionen gelten mag, von ihm fern.

Im Alter von 9 Jahren verließ Siddharta zum ersten mal den Palast um mit den Vater zu einem Stadtfest zu gehen.
Im Alter von 9 Jahren sah Siddharta ein Kernstück seiner Lehren, er sah das Leid.
Er sah wie sich Bauern auf den Feldern abmühen mussten um zu leben.
Er verliess das Fest um sich umzusehen und setze sich schließlich unter einem Baum, wo er, wie von selbst, seine erste Meditionstechnik lernte: Konzentration.
Er sah die Zusammenhänge, das die Bauern mit den Aufwühlen der Felder Würmer freilegten, welche dann von den Vögeln gefressen und als Dung auf dem Feld wieder ausgeschieden wurden.
Der ewige Kreislauf von Tod und Leben. Das die Reste eines toten Wurmes Leben in die Pflanzen der Bauern brachten, das aus Tod Leben entsteht.
Sein Vater beobachtete all dies mit großer Sorge....

Im Alter von 16 wurde er traditionsgemäß verheiratet und mit 29 zeugte er ein Kind.
Sein Vater wusste das er ihm den Wunsch die Welt außerhalb der Palastmauern kennenzulernen nicht mehr lange verwehren konnte und liess alle Alten, Kranken und Armen rund um den
Palast entfernen und ließ ihn zusammen mit einem Diener ziehen.
Hier begannen die 4 großen Reisen die der junge Siddharta unternahm:

Im Dorf sah er einen Alten Mann mit Krückstock, etwas für ihn völlig neues, und er fragte seinen Begleiter ob auch er einmal alt werden würde, und die Antwort schockierte ihn.
Im nächsten Dorf sah er einen kranken Mann hustend und keuchend auf einem Bett liegen und er fragte seinen Begleiter ob jeder krank werden können, und die Antwort schockierte ihn.
Je weiter er ins Land, und somit vom Einflussbereich seines Vates wegzog, desto mehr Leiden sah er.
Im dritten Dorf sah Siddharta 4 Männer eine Trage mit einem Toten tragen und war schockiert als er erfuhr das auch er einmal sterben würde.
Im vierten Dorf sah er einen armen Bettler und sein Begleiter sagte ihm das dieser für das Leben bezahlen musste.

Er kam mit einem Kulturschock und völlig verändert nach Hause in den Väterlichen Palast.
Er musste eine Antwort finden und so zog er kurz darauf in der Nacht mit seinem Begleiter wieder los. Die Legende sagt das ein Nebel über die Wachen zog und sie daraufhin sofort einschliefen.
Etwas weiter im Land schnitt er sich die Haare, legte seine Schmuckstücke ab, tauschte seine Kleidung gegen die eines Bettlers und gab seinem Begleiter alles, auf das er wieder in den
Palast ginge und seinem Vater das alles zeige.

6 Jahre zog Siddharta durchs Land ohne Antworten zu finden, wozu das ganze wenn plötzliche Krankheit das Leben so verschlechtern kann, wozu das ganze wenn man eh stirbt und immer wiedergeboren wird? (In diesem Teil der Erde ist der Glaube an die Re-inkarnation sehr weit verbreitet. Das mag als Grund für die Resignation der Armen herhalten, da sie denken das ihr Leiden
durch schlechte Taten im früheren Leben vollkommen gerechtfertigt ist)

Schließlich wollte er die Meditation erlernen und ging zu einigen Meistern die zum Teil sehr asketisch lebten.
Monatelang hungerte er, und seine Anhänger wuchsen, er wurde eine Pop-Figur die Vorbeireisende begutachten konnten, jemanden dem man auf dem Weg zur Erleuchtung zuschauen konnte.
Seine Knochen standen vor und sein "Kopf sah aus wie ein verschrumpelter Kürbis".(so sagte er es)
Eines Tages kam ein Mädchen mit einer Reisschale vorbei und rettete ihn vor dem verhungern:
er aß. Er fand heraus das den Körper so zu schädigen nichts brachte außer noch mehr Leid.
Er begann seinen Körper zu respektieren als das was er ist und das was er braucht.
Seine Anhänger wandten sich ab.

Buddhas Versuchung

Er verliess die Schule und fand schließlich einen Baum und setze sich unter ihm und schwor diesen Platz nicht eher zu verlassen bis er das Problem des Leidens gelöst hatte.
Und er meditierte.
(das folgende ist nicht notwendigerweise mytisch, sondern spielt sich in den Gedanken ab)
Ein Dämon verführte ihn (den Namen hab ich vergessen, wichtig ist nur das es nicht eine "dem" Gott entgegengestellte Figur, wie der christliche Satan ist, es ist der Dämon des Egos.) und Millionen
Nadeln schoßen auf ihn herunter. Er verwandelte sie in Lotusblätter.
Der Dämon sandte seine 3 leidenschaftlichen, attraktiven Töchter zu ihm welche sich verführerisch vor ihm räkelten.
Siddharta erkannte, und hier liegt eine der Qualitäten des Buddhismus, das die Ablehnung derer genauso Sklaverei war wie ihre Verehrung, und er schaute sie einfach nur an.
Er akzeptierte den Dämon als Teil seiner Seele.
Er begann seinen Geist zu respektieren als das was er ist und was er braucht.

Er erkannte das es das streben und wollen von immer mehr haben wollen, das nicht-zufrieden-seien mit dem was man hat die Quell allen Leidens ist.
Und Buddha war erleuchtet.
Er zog hinaus um seine Lehren zu verkünden und noch heute widmet sich eine Form des Buddhismus des bewussten nachlebens seines Lebens.

Unter dem Baum wo er saß gründete er die erste Schule, in der seine Frau die erste Priesterin wurde, seinem Sohn sagte er er solle ein Priester werden und er zog weiter, um noch mehr
Menschen zu inspieren.

Später trat ein Kaiser zum Buddhismus über und errichtet etwas was für Religionen sehr wichtig ist: Walfahrtsorte. Orte an denen die Menschen seine Kraft fühlen konnten.
Es ist grotesk das um Buddha, der Verehrung stehts ablehnte, nun einer der größten Personenkulte der Welt betrieben wird.
Der Buddhismus besteht heute aus vielen Splitterformen, in denen sich einige dem Nachleben seines Lebens und Befolgung seiner Regeln und andere dem rein Technischen Aspekt (zb. Za-Zen) widmen.
Lotus blume

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Zuletzt aktualisiert: 19. Mai, 22:07

Über dieses Blog

Hi, Ich heisse Jean-Paul und wenn du schon einmal hier bist und noch nicht weisst wie Tracksbacks funktionieren lies dir doch den Am meisten gelesenen Beitrag hier durch.

Ich ziehe gerne Vergleiche mit allem Möglichen, zb Jahreszeiten, Partys, und das Leben und ich mag diese Art von Einträgen von mir persönlich am meisten.

Teilweise wirst du hier auf längere Beiträge wie zum Beispiel Artikel die Buddhas Leben behandeln stossen. Und das sind die die am meisten Arbeit machen (deswegen gibts recht wenige davon in der Blogosphäre im allgemeinen und hier im besonderen.

Frauen! oder zumindest die Versuche sie zu verstehen gibts hier auch.

Und natürlich Blödsinn mit Tiefsinn und Blödsinn mit Unsinn vermischt.

Bis später.

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